EISOD - Modul FMEA
Das Modul wendet das FMEA-Verfahren (Failure Mode and Effect Analysis) bei der Analyse der Entstehung von Fehlern beim zu beurteilenden Produkt oder Prozess, bei der Bewertung ihrer Risiken und beim Entwurf der Verbesserungsmaßnahmen an. Das Modul FMEA des Prozesses geht von Vorgaben für die einzelnen Teile des Produktes aus. Es werden potenzielle Prozessfehler aufgelistet, die Schritt für Schritt analog analysiert werden. Der grundlegende Gesichtspunkt ist die Verbesserung von Konstruktionseigenschaften des Produktes und die Erhöhung seiner Betriebssicherheit. Mittels FMEA können jedoch auch Konstruktionsverbesserungen erreicht werden. Das Team besteht aus Mitarbeitern der Technologie, Logistik, Fertigung, Qualitätssicherung (Teammitglieder) und aus einem Leiter des Teams (Moderator).
Das Modul FMEA ermöglicht die Durchführung von:
- System-FMEA der Konstruktion
- FMEA der Konstruktion (des Entwurfs) ( K-FMEA)
- System-FMEA des Prozesses
- Prozess-FMEA ( P-FMEA)
In der FMEA-Analyse werden alle Teile (im Rahmen der Modulschlüssellisten benutzerbezogen definierbar) und Risiken des Produktes aufgelistet. Anschließend werden alle denkbaren Fehler nach folgenden Gesichtspunkten beschrieben:
- Wie kann die Funktion eines Teiles versagen?
- Auf welche Weise kann das Teil in Widerspruch zu den Spezifikationen geraten?
- Was kann der Kunde bzw. Weiterbearbeiter ungeachtet der Spezifikationen für nicht zufriedenstellend halten?
Weitere Schritte der Analyse:
- Bestimmung der Risikorate/Priorität,
- Festlegung der Reihenfolge für die Umsetzung der Korrekturmaßnahmen,
- Umsetzung der Korrekturmaßnahmen,
- Bewertung des verbesserten Zustandes.
Die einzelnen Prozessschritte am Produkt sind für das Team Ausgangspunkt der Untersuchung; die FMEA des Prozesses untersucht separat:
- potentielle Fehler,
- mögliche Auswirkungen dieser Fehler,
- mögliche Ursachen dieser Fehler.
Die FMEA untersucht und bewertet nach vordefinierten Koeffizienten (von 1 ? geringfügig, bis 10 ? bedeutend ) folgende drei Faktoren:
- Wahrscheinlichkeit des Fehlerauftritts,
- Bedeutung der Fehlerauswirkungen,
- Wahrscheinlichkeit der Fehlerentdeckung.
Als Multiplikation von drei Faktoren wird nach dem Muster im FMEA-Handbuch berechnet die:
- Risikorate ? Priorität R/P.
Nach R/P werden:
- die Priorität der Korrekturmaßnahmen,
- die Umsetzung der Korrekturmaßnahmen,
- die Wirksamkeit der Korrekturmaßnahmen festgelegt und ausgewertet.
Das Modul FMEA setzt sich folgende Ziele:
- Erhöhung der Funktionssicherheit und der Zuverlässigkeit der Produkte
- Verringerung der Garantie- und Servicekosten
- Verkürzung des Entwicklungsprozesses
- Anlauf von Serien mit kleineren Fehlern
- Bessere Termintreue
- Wirtschaftliche Fertigung
- Bessere Dienstleistungen
- Bessere innerbetriebliche Kommunikation
Weitere Informationen über Einleitung des Systems EISOD erhalten Sie unter Webadresse:
mopp@ipm-plzen.cz.
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